Car-tastrophal
2009 war es soweit. Ich habe mir das erste Mal in meinem Leben ein Auto erspart und gekauft. Ganz allein … naja FAST. Ich war und bin immer froh, wenn ich für solche Entscheidungen die Hilfe von meinem Mann und meinem Papa bekommen kann.
Dieses Jahr machte er dann das erste mal Mucken. Kleinere erst. Leistungsverlust – so ganz spontan. Der Austausch des Luftfilters behob das Problem im Sommer. Im Herbst dann hatte er das wieder. Ging also Anfang Oktober in die Werkstatt, wurde repariert und kam wieder. Für genau 1 Tag.
Als ich Donnerstags mit meinen Mädels im Auto nach Wermelskirchen eht es für mich also nicht. Aber: Es fühlt sich scheis..se an
Ein Auto kann doch nicht so jung schon tot sein?`zum Spinn- und Strickwochenende fahren wollte, habe ich noch einmal voll getankt. Er zog dann erst ein bißchen schlechter – ich schob’s auf die Ladung (obwohl wir im Mai sehr gut mit 5 Strickliesen nach Hechingen hin- und zurück gefahren waren) und fuhr erst mal los.
Kaum auf der Autobahn angekommen, verlor er aber seine Energie und Spritzigkeit, wurde träger und beschleunigte dann nur noch bis 100 und quälte sich auf 120 hoch. Unter Tränen rief ich meinen Vater an, dessen Auto wir uns leihen konnten und welches ich seit dem fahre. Seit 11. Oktober habe ich mein Auto nicht mehr gesehen.
Unser Werkstattmensch ist ein ganz lieber. Bemüht kümmert er sich mit großem Engagement um das Auto, dass laut leerem Fehlerspeicher einwandfrei fahren sollte, aber nicht will. Mein Vater ist mein einziger Kontakt (weil er um die Ecke wohnt, selbst Ideen liefert, woran es noch liegen könnte), weil ich unserem Werkstattmenschen definitiv nicht auf die Nerven gehen möchte. Aber: Das Herz ist und bleibt scheinbar kaputt. Er läuft nicht, er will nicht … er kann nicht mehr
Ich auch nicht.
Gestern bekam ich zu hören, dass es wohl schon einen *Ersatz* geben könnte, wenn Gespräche positiv verlaufen. Ich hab nur noch geheult. Fühle mich, als ob ich das Auto kaputt gemacht habe – mutwillig zerstört. Habe ich aber nicht. Ich fahre mittlerweile länger Auto als ich Fußgänger war und komme meistens auf 20tkm/Jahr – auch schon mehr. Es mangelt nicht an Erfahrung möchte ich meinen. Und ich kann es mir nicht erklären – wieso will er nicht mehr – was ist kaputt und kann nicht gefunden werden. Unser Werkstattmensch ist von vorne nach hinten durchs Auto und auch noch mal von hinten nach vorne. Mein schlechtes Gewissen für all seine investierte Arbeitsleistung ist grenzenlos. Das meinem Mann gegenüber auch!
Ich brauche ein Auto. Weder Musikschule, noch Schwimmen oder Handball – nix ist “mal eben um die Ecke” und das ist wirklich ein Problem, denn einige der Kindertermine liegen zu nahe beieinander und aufeinander. Jörn fällt hier zu Hause als *Papataxi* vollkommen weg, weil er meistens 2-3 Tage die Woche direkt von der Arbeit zur Uni fährt. Ohne Auto geht es für mich also nicht. Aber: Es fühlt sich scheis..se an
Ein Auto kann doch nicht so jung schon tot sein? Scheinbar schon
(
Für mich ist es einfach nur schlimm. Die ganze Zeit habe ich auf einen Anruf gehofft. “Stell Dir vor – er läuft wieder! Den Fehler habe ich gefunden, es war nur Dichtung xy und das war’s” … das wäre zu schön gewesen.
Mein erstes selbst erarbeitetes eigenes MEIN Auto .. eine Car-tastrophe
((
