So war das nicht geplant
Max weilt bei Oma, Michel wollte heute unbedingt in den Kindergarten und Jörn mit Paul zum Schwimmen. Auf der Suche nach der einen besonderen Badehose, die Paul zum Geburtstag bekommen hatte, rief er nach mir. Ich bin also zum Suchen helfen mit der Vermutung, die läge sicher im Wäschekorb, zum Bad geeilt, habe mit Paul zusammen geschaut und nachdem wir sie leider in der Schmutzwäsche fanden, packte Paul eine andere ein.
Gedanklich war ich schon bei den Dingen, die ich während der Abwesenheit aller Seemänner so erledigen wollte, als es mir die Füsse wegriss – wie auch immer – ich schön mit dem Unterarm gegen den Rippenheizkörper knallte und auf dem Boden landete.
Der Schmerz schoss durch den Körper, mir wurde schwarz vor Augen und ich konnte nicht anders, als vor Schmerzen zu heulen. Der linke Fuss tat zwar weh, aber nicht so sehr wie der rechte. Ich bemühte mich, wieder in den Stand zu kommen. Vor dem Kind alle Fassung zu verlieren ist eigentlich schon schlimm genug, also reißt man sich irgendwie zusammen und versucht stehen ohne Kreislauf ein Lächeln hinzukriegen. Ich habe mich über eine Pause auf der Treppe (musste mich mit dem langsam wiederkehrenden Kreislauf erst mal auf den Stufen ausruhen) zum Sofa gequält und habe meine Männer ins Schwimmbad geschickt.
Eigentlich wollte ich erst mal abwarten, aber dieses komische Gekribbel im Fleisch verhieß nix Gutes – es fühlte sich an, als würde es sich für eine Schwellung bereit machen. Die Sorgen überwiegen und ich rief Jörn an, er möchte doch bitte wieder nach Hause kommen.
Gessagt – getan! Er ist dann mit mir ins Krankenhaus gefahren und dort haben wir dann nach kurzer Wartezeit ein Röntgenbild bekommen und die Diagnose: Mittelfussknochen gebrochen. Aber Glück im Unglück war dabei – eine OP ist nicht notwendig und so führte mich der Weg ins Gipszimmer, wo ich einen Gips-Schuh gebastelt bekommen habe. In fröhlichem LILA und ein paar passende Gehhilfen bekam ich dann auch noch mit:


Nun denn … ich fand das Jahr eigentlich recht ruhig und damit haben wir dann auf die letzten Meter noch ein bisschen Action reingebracht. Den Schuh soll ich 6 Wochen tragen und das passt ganz wunderbar mit dem Flug nach Irland, denn so alles normal verläuft, bin ich den Schuh in der Woche vor dem Abflug wieder los
Gehabt Euch wohl und geniesst die – bei Euch hoffentlich ruhigeren – Weihnachtstage
Ich bin nur heilfroh, dass es heute und nicht schon vor den Kindergeburtstagen passiert ist *lach*
