Früher und heute
Früher war alles viel früher.
Es gab eine Zeit, da waren alle neuen Blogs irgendwie spannend. Man kroch von einer Blogroll in eine andere Blogroll und fand faszinierende Blogs. Man mochte den Schreibstil und sehnte sich danach, endlich mal wieder Neuigkeiten zu lesen. ein Gefühl von “frisch verliebt” machte sich breit – man wollte mehr.
Mittlerweile wohnen wir in “Klein Bloggersdorf”, man kennt sich, grüßt sich und manchmal trifft man sich auch.
Es ist nicht mehr neu, fesselnd und aufregend. Aber es ist schön. Eigentlich schöner. Wie eine Liebe. Die Blogs, bei denen ich täglich vorbei schaue, sind mir ans Herz gewachsen und ich freue mich über jede Geschichte aus dem Alltag. Inniger und tiefer als am Anfang. Weil man so viel voneinander gelesen hat, dass es sich wie “gemeinsam erlebt, durchgemacht und überstanden” anfühlt.
Vielleicht bin ich anders gestrickt, aber ich brauche keine wilden Aufforderungen Klein-Bloggersdorf vor dem Herztod retten zu müssen und ich muss mich nicht auf die Suche nach wertvollem Kleinod machen.
Ich liebe meine tägliche Blogrunde, schätze jeden Bericht und freue mich ein Teil des Lebens mitbekommen zu dürfen.
Wieso der Mensch ansich immer wieder auf der Suche nach “dem Kick” oder was auch immer ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ich wollte noch nie an Bändchen irgendwelche Brücken runterspringen sondern habe für mich die Faszination an Kleinigkeiten erhalten können und so möchte ich jedem Schreiber für jeden kleinen und großen Beitrag von Herzen danken.
Für mich ist es gut so wie es ist!
