Mudder Seemann

Eben nicht so wundervoll, dass es einen im Halse würgt (aus Pappa ante Portas)

Arche Berlin

Filed under: Mudder Seemann — Mudder Seemann um 20:14 am 28.07.2007

Vor ein paar Tagen erreichte mich eine Mail von Bettina. Sie hat eine Sendung über Stella Deetjen auf 3Sat gesehen und einen bewegenden Beitrag in ihrem Blog veröffentlicht, um über die Bloggergemeinde Hilfe für das Projekt in Indien zu bekommen.

Ich habe eine Weile überlegt, wie ich das in mein Blog einbauen könnte.

Grundsätzlich finde ich HELFEN ansich gut. Sicher ist es auch wichtig dort zu helfen, wo es keine gute staatliche Unterstützung der Ärmsten gibt. Am schlimmsten trifft es immer die Kinder. Reingeboren in eine Welt, die man als Mutter gern mit einem Fingerschnipp besser machen würde, damit es die Kinder mal besser haben.

Ob alle Mütter “so ticken”??? Alles tun, damit die Kinder es mal besser haben??? Seit einer Reportage über das Projekt “Die Arche” in Berlin kann ich das fast nicht mehr glauben. Resignierte Eltern überlassen ihre Kinder sich selbst. Frühstück? Wenn die kleinsten Kinder Glück haben, gibt es da schon ein Geschwisterkind von 8 – 9 Jahren, was neben seinem Schulbrot die kleinsten noch mit einer Scheibe Brot versorgt.

Das Projekt Arche versucht, den Kindern ein bisschen Wärme zu geben, die sie von ihren Familien nicht bekommen. Nicht bekommen, weil die Eltern in der Anzahl der sie umgebenden Probleme quasi ersaufen und nicht die Kraft haben, ihren Kindern Rückhalt, Zuversicht und Stärke zu geben.

Alles schlimm – Indien, Afrika, Berlin. Und wenn man es kritisch betrachtet, gibt es sogar hier in Deutschland genügend “3. Welt” – trotz Sozialstaat, Unterstützung, Förderung. Ganz schön traurig.

1 Kommentar

Kommentar by Jola

29 07 2007 @ 22:36

Wir haben über 1 Jahr in Kreuzberg gelebt, bevor wir aus Berlin wegzogen. Mein Männe arbeitet in Moabit (Berlin Mitte) und ich am Potsdamer Platz. Es ist wirklich erschreckend, was man da manchmal mitbekommt und damals gesehen hat. Wir haben uns oft darüber unterhalten, wie man diesen Kindern helfen könnte und freue mich zu lesen, dass es tatsächlich ein “Auffanglager” für solche Kinder gibt. Wenn wir mal Geld spenden würden, dann für welche hier in Deutschland. Klar gibt es auch sehr arme Kinder im Ausland, aber … verschließt eure Augen nicht!!! Auch hier werden die Grenzen zwischen Arm und Reich immer größer! Dann helfe ich lieber den Kindern hier, um ihnen ein etwas angenehmeres Leben zu gestalten, als denen im Ausland. Es fließt schon sooooo viel Geld in die Regionen, das wohl überwiegend leider in die falschen Händen gerät.

Fazit: Hilfe in die Dritte Welt ist ok – aber erstmal im eigenen Land!

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.