KRIMIDINNER im Sauerland
So, ich bin wieder zu Hause und vorweg schonmal so viel: Es war super
Am Freitag morgen habe ich alles im Wagen verstaut – inclusive der 2 Kinder – und bin zuerst zum Tanken (Schock – was für Preise!!!) und dann zur ARAL in Burgdamm gefahren, weil ich gerne mit einem frisch gewaschenen Auto in den Urlaub fahren wollte. Leider entsprach der Service vor Ort dann nicht den Ansprüchen. Es ist für die Mitarbeiter dort einfach zuviel verlangt, mir mal eben die Karte in den Automaten zu schieben, damit ich bei den Kindern im Auto sitzen bleiben kann. Nunja, ARAL ist nicht der einzige Anbieter von Autowäschen und so bin ich zur ESSO gefahren und habe dort wirklichen Service erfahren. Der Mitarbeiter hat mir dann noch bei der Dachantenne geholfen und zum Dank hat er dann auch ein bisschen Trinkgeld bekommen. Ich bin ja nicht grundsätzlich zickig – jedenfalls kann ich auch anders, wenn man mir freundlich begegnet.
Wir sind dann weiter zu meiner Freundin Iris gedüst und damit vollzählig sind wir zu meinen Eltern, um den Kindern ein schönes Wochenende bei den Großeltern zu ermöglichen. Nach einem kurzen Kaffee haben wir uns auf den Weg Richtung Sauerland gemacht. Die Fahrt von Verden bis zur A2 war eine schöne gemütliche Landpartie. Über Rethem, Nienburg, Minden und Porta Westfalica erreichten wir schliesslich die Autobahn und blieben ihr erst mal bis zur Raststätte Herfurt treu. Der Hunger wurde doch allzu groß und eine Rast war unumgänglich. Glücklicherweise betraten wir den Gastraum vor einer Besucherschwemme und so bekamen wir schnell unseren wirklich sehr leckeren Salat. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich einer Autobahnraststätte so viel Frische nicht zugetraut hätte. Leider bietet sich aber doch immer wieder ein bekanntes Bild: Am Straßenrand stehende pissende Kerle. Nicht wirklich nett und ich frage mich, wann dieses Bild endlich von den Straßenrändern verschwindet. Egal – davon sollte der Urlaub nicht verdorben werden – lustiger ist da dann schon die Erinnerung an die Wischlappenparade. An der Treppe zum Toilettenkeller hingen über dem Geländer etwa 5-10 Wischerbezüge zum Trocknen und boten doch ein witziges Bild.
Nach weiterer Fahrt erreichten wir dann endlich ALTENA im Sauerland und nachdem wir einmal kurz im Ortskern waren und zur Burg hochgeschaut hatten, sind wir erst mal in das Hotel gefahren. An einer abknickenden Vorfahrtsstrasse wussten wir allerdings nicht genau, wo wir nun hinfahren sollen, aber Iris’ kurzer Einwurf “Versuch doch erst mal gradeaus” brachte uns direkt vor unser Hotel
Ein hübsches Zimmer wurde nun unseres und nach kurzem Aufenthalt zog es uns doch noch ein bisschen an die frische Luft und wir sind eine Runde in die Innenstadt gefahren. Das erste, was Iris erstaunt erblickte, waren die Drahtbäume. Aber irgendwann gewöhnt man sich an diese stakeligen Dinger. Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder im Hotel und haben uns für das Krimidinner aufgebretzelt.
Dann war der Zeitpunkt endlich gekommen. Krimidinner auf Burg ALTENA und es war noch überwältigender, als man es sich ausgemalt hatte. Wir wurden als Baronin Seemann nebst windiger Begleitung vorgestellt und nahmen dann einander gegenüber sitzend an der Tafel Platz. Das Dinner war dann ein perfektes Arrangement aus Essen und Theater. Das Spiel war nicht zu lang, dass man anfing auf den nächsten Gang zu warten und nach dem Gang ging es zügig weiter, dass einem der Abend wirklich kurzweilig vorkam. Auch wenn wir Gäste einer Trauerfeier waren. Es war amüsant, spannend und der Wortwitz ermöglichte einem auch viele Lacher. Nach dem Dessert kam die Auflösung des Mordes und mit meiner Vermutung nach dem Täter war ich doch seeehr weit von der richtigen Lösung entfernt. Leider, leider – obwohl, vielleicht muss ich noch ein Krimidinner lang Nachhilfe nehmen
Der nächste Tag nach der Nacht im Hotel stand unter dem Stern eines Besuches bei einer Internetfreundin, deren Mann der Koch des Dinners gewesen ist und nun sollte ich die Frau kennenlernen, deren 3 von 4 Kindern ziemlich genau so alt sind, wie meine beiden. Seit 3 Jahren schon tauschen wir uns in einem Forum aus und nun gab es ein Treffen von Angesicht zu Angesicht. Es war wirklich schön, sie in ihrem Burgturm zu besuchen und zu meiner Überraschung traf ich sie nicht alleine, sondern noch 2 andere liebe Mamas aus dem Forum und bei Kaffee und später einem sehr leckeren Mittagessen im Restaurant konnte man sich endlich mal schön gemütlich austauschen und ich konnte diese lieben Kinder erleben, die man sonst nur auf hübschen Fotos sieht
Die Rückfahrt war dann weniger entspannt, da uns eine dicke Schlechtwetterfront immer wieder mit fiesem Regen und schlechter Sicht unterhielt. Weniger schön war auch der lange Stau vor dem Dortmund-Emskanal, wo wegen eines Verkehrsunfalls 3 Spuren auf der Standspur zusammen geführt wurden. Allerdings bietet ein Stau auch immer Unterhaltungsmöglichkeit und so amüsierten wir uns über eine Frau im Wagen vor uns, die sich doch einen recht eigentümlichen Fahrtstil angeeignet hatte und vor uns mit brennender Nebenlschlussleuchte herfuhr. Nebel hatten wir allerdings keinen. Leider hatte die Frau auch keine Ahnung, wie sie die Leuchte wieder aus bekommen kann. Allerdings beschäftigte sie sich sehr intensiv mit ihrer Innenbeleuchtung und nach einem kurzen Handygespräch verschwand dann auch die leuchtende Nebelschlussleuchte. Iris und ich kamen zu dem Schluss, dass sie ihren Mann angerufen hat, damit sie diese Kontrolleuchte im Innenraum endlich los ist
Die weitere Rückfahrt verlief dann ohne Komplikationen und eigentlich ziemlich zügig erreichten wir dann endlich Bremen und ich war dann um 19.30 Uhr auch endlich wieder bei meinen Lieben.
