Gestern ist Max mit meinen Eltern aus dem Dänemark-Urlaub gekommen und weil heute Sommerfest vom Kindergarten auf dem Plan stand, bin ich früh sehr früh aufgestanden (5.30 Uhr) und habe mich nach dem morgentlichen pipapo auf den Weg gemacht.
Gegen 8.00 Uhr war ich bei meinen Eltern, aber da war noch alles ruhig. Ich habe mich dann eine Weile auf die Terrasse gesetzt und abgewartet. Meine Mutter steht meistens bei 8 Uhr rum auf und so habe ich also insgesamt 15 Minuten warten müssen.
Nach dem Frühstück dort haben Max und ich uns auf den Weg gemacht – es war dann mittlerweile schon halb zehn geworden, ich hatte 80 km Fahrt vor mir und musste noch den Salat richten und eine Maschine Wäsche aufhängen (ja, wir haben sehr tolerante Nachbarn *g*)
Gesagt – getan! Mit Hilfe aller meiner Männer haben wir es dann auch recht pünktlich hier weg geschafft
Der Tag war ansich dann wirklich toll. Von den Kindern sieht man meistens nur, wie sie die Rutsche hoch klettern, sich verausgaben und total klasse amüsieren. Sie wenden sich nur für Getränkenachschub, etwas zu Essen oder wenn sie Hilfe benötigen an uns – ansonsten haben sie einfach nur Spaß und es ist ein Glück sie dabei beobachten zu können.
Bei allem Spaß spielt leider oft ein bisschen Übermut mit. Und es kam, wie es kommen musste: Ein Kind kam weinend aus dem Gewusel und es hiess: “Der Junge mit dem Werder-Trikot (Paul) hätte das Kind mit einem Ast ins Gesicht geschlagen”
Noch bevor einer von uns bei ihm war, stand der Vater des verletzten Jungen bei Paul und redete auf ihn ein. Paul, sowohl von der Situation als solches noch schockiert musste sich vor einem ihm eigentlich unbekannten Vater rechtfertigen (er kennt nur die Mutter). Dass ich es kommen sah und ihn rief, hatte er so schnell gar nicht mehr mitbekommen. Jörn kam dann aber auch schon zu ihm und nahm ihn beiseite.
Es klärte sich dann auf und es war nicht Paul gewesen, sondern nur eine unglückliche Verkettung. Ein anderes Kind hatte etwas zur Seite ins Gebüsch werfen wollen und in diesen Wurf war das verunfallte Kind gelaufen.
Meine Erste-Hilfe-Box mit Sofort-Kühlkompressen (sowas wie die Geldinger aus dem TK-Fach für unterwegs) und ein großer Streifen Pflaster hat dann aber gute Dienste getan.
Aber es ist nunmal so: Die Stimmung war dahin und so haben wir unsere Sachen gepackt und sind mit den Kindern nach Hause gefahren. Es steckte uns allen sehr in den Knochen. Den Kindern stand dann das Tiefkühlfach mit dem Eis offen, damit der Tag nach dem Schrecken noch einen schönen Abschluß findet.
Trotz allem waren die Kinder aber zufrieden und haben bestätigt, dass der Tag eigentlich ganz schön war.
Nur ich bin jetzt kaputt und kämpfe mit dem Stich von irgendwas auf dem Fuss, der immer dicker anschwillt